Ravensburg – Lebenswerte Stadt in alten Mauern

Ravensburg

Das historische Rathaus am Marienplatz ist das Herz der Innenstadt.

Quelle Foto: Stadt Ravensburg

 

Bunte, verschachtelte Dachlandschaft, verwinkelte Gassen um einen weiten Platz, überragt von Türmen und Toren, Wechselspiel von Licht und Schatten – die historische Altstadt von Ravensburg auf einen Blick, gesehen vom Aussichtspunkt bei der Veitsburg, hoch über der Stadt. Gegenüber die Weststadt, im Süden glänzt ganz nah der Bodensee, dahinter türmt sich das Massiv der Schweizer Alpen: Ein Bild, das schon die Welfen faszinierte. Sie haben vor 900 Jahren ihre Burg auf den strategisch günstigen Bergvorsprung über dem Schussental gesetzt.

 

Was von oben so beschaulich wirkt, zeigt sich als quicklebendige Stadt, taucht man ein in die Straßen, Plätze und Gassen der Altstadt, wo sich ein Haus ans andere schmiegt, prächtige Bürgerhäuser neben schmalen Handwerkerhäuschen. Das Herz der Stadt ist der Marienplatz, umrahmt von mächtigen Gebäuden als reichsstädtischer Zeit: Waaghaus mit Blaserturm, Rathaus, Kornhaus, Lederhaus – jedes Haus eine Geschichte wert, Zeugen großer Vergangenheit, bewacht von jahrhundertealten Türmen und Toren.

900 Jahre Geschichte

Erstmals erwähnt 1088, wurde der Marktflecken  unterhalb der welfischen Burg im 13. Jahrhundert zur Freien Reichsstadt. Schon seit dem 14. Jahrhundert war Ravensburg eine der führenden Handelsstädte Oberdeutschlands. Es war die Zeit, die der Stadt Reichtum brachte, welchen sie der Papiermacherei und dem Handel mit Leinen und Barchent zu verdanken hatte. Die große Ravensburger Handelsgesellschaft, die von etwa 1380 bis 1530 bestand, entwickelte sich zur größten privaten deutschen Handelsgesellschaft des 15.

Jahrhunderts mit Handelsbeziehungen nach Italien, Spanien, Frankreich, Holland, Polen und Ungarn - vielleicht der Grund für die Weltoffenheit, die in Ravensburg noch zu spüren ist.

 

Aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen auch die meisten Gebäude, Kirchen, Türme und Tore, die noch heute das Gesicht der Altstadt prägen. Denn nach dem 30-jährigen Krieg rückte die Stadt an den Rand der Politik und Wirtschaft – ein Umstand, dem sie heute ihren Reiz verdankt.

 

Die große Kreisstadt Ravensburg ist die zentrale Stadt in Oberschwaben. Quelle: Stadt Ravensburg, Fotograf: Felix Kästle

 

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Ravensburg ist bekannt als Stadt der Türme und Tore. Mehr als ein Dutzend Türme ragen in der alten Handelsstadt in die Höhe und prägen das Stadtbild.

Quelle: Stadt Ravensburg, Fotografin: Claudia Casagranda

 

Die Mitte der Region

Ravensburg lebt noch immer vom Handel: Die wirtschaftliche Mitte Oberschwabens ist Einkaufszentrum für die Region, ein Bummel durch die Geschäfte mit ihrer vielfältigen Auswahl zeigt es. Besonders samstags wird das Einkaufen in Ravensburg zum Erlebnis, wenn die Bauern der Gegend einen der schönsten Wochenmärkte Deutschlands mit Produkten der Region beschicken: Obst, Gemüse, Blumen, Honig, Eier, Käse und Wurst – vieles kommt vom Öko-Bauernhof. Südländische Spezialitäten locken aus der Türkei, Italien, Spanien oder aus Griechenland. Zwischen lauthals ihre Rettiche anpreisenden Gemüsehändlern, neben duftenden Brotlaiben und rotbackigen Eierfrauen trifft der Ravensburger die Ravensburgerin zum Schwatz frühmorgens in dichtem Gedränge. Ein Gewühl, das an Basare in südlichen Ländern erinnert.

Altstadt mit Flair

Dorthin versetzt fühlt man sich an warmen Sommertagen bei einem Cappuccino oder einem kühlen Bier am Marienplatz. Vier Stockwerke tief parken darunter die Autos, darüber mediterranes Flair: Straßencafés säumen den Platz, die Brunnen sind Treffpunkt für Jung und Alt, ein buntes Miteinander von geruhsamem Flanieren und geschäftiger Betriebsamkeit. Fußgängerzonen laden zum unbeschwerten Bummel ein, zu besichtigen gibt es viel – Geschichte auf Schritt und Tritt: das vermutlich älteste Stadttor, das Obertor, und das mächtige Haus der Ravensburger Handelsgesellschaft in der oberen Marktstraße, das Humpishaus und der munter fließende Bach in der Roßbachstraße, das Waaghaus – ehemaliges Münz- und Kaufhaus mit dem Schwörsaal – daneben das Rathaus mit seinen spätgotischen Sälen, das Lederhaus mit seltener Grisaille-Malerei, die evangelische Stadtkirche mit Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Wohltuend die idyllischen Plätzchen im Hirschgraben, beim Gänsbühl oder auf dem Philosophenweg. Sehenswert die Tore und Türme, 14 sind es insgesamt: lohnend der Aufstieg auf Blaserturm oder Mehlsack das Wahrzeichen der Stadt hat seinen Namen wegen der runden Form und des ursprünglich weißen Verputzes. Weiter unten, in der Bachstraße plätschert der Stadtbach – bereit, müde Füße zu kühlen.

Kunst und Kultur

Ravensburg bietet das ganze Jahr über ein anspruchsvolles Kulturprogramm mit überregionaler Ausstrahlung. Festliche Konzerte und Theateraufführungen finden im Konzerthaus, einem der wenigen historischen Theaterbauten in Baden-Württemberg, statt. Das Kunstmuseum mit der Sammlung Selinka und hochklassigen Wechselausstellungen ist ein beliebtes Ziel für Kenner und Liebhaber moderner Kunst. Eine der gefragtesten Kleinkunstbühnen im Bodensee-Raum ist die Zehntscheuer. Live lässt sich die Geschichte der Stadt beim Rutenfest erleben. Die Wurzeln des großen Heimatfestes eine Woche vor den Sommerferien reichen bis ins Mittelalter zurück. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, wenn der historische Festzug durch die geschmückten Straßen zieht. Neben der Fasnet und dem Ravensburger Spielefest der Höhepunkt des Jahres für die ehemalige Reichsstadt.

 

Foto links: Der Blaserturm steht mitten in der historischen Altstadt. Eine Turmbesteigung lohnt sich.

Quelle: Stadt Ravensburg / Fotografin: Claudia Casagranda

Red. Stadt Ravensburg

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Nachbarn: Alpen und Bodensee

Ravensburg liegt inmitten der Hügel und Seen Oberschwabens, mit Alpen und Bodensee als Nachbarn. Nur ein Katzensprung ist es in die Wälder und Wiesen der Umgebung – das Locherholz mit dem Wildgehege, der Schmalegger Tobel, ein Landschaftsschutzgebiet.

 

Einladend ist das "Flappachbad", idyllisch im Wald gelegen. Und die Ortschaften: Eschach mit der barocken Klosterkirche Weißenau, Schmalegg und Taldorf – typisch oberschwäbische Dörfer und schmucke Weiler. "Es gibt Leute, die sollen versucht haben, Ravensburger zu werden", sagte einmal der Schriftsteller und gebürtige Oberschwabe Peter Renz. "Man kann dies nachfühlen. Einfach durch diese schöne Stadt zu schlendern, in der das Mittelalter an vielen Ecken so glänzend überlebt hat, das kann einen schon in die Versuchung treiben, gleich gar nicht mehr weg zu wollen." Wer nicht bleiben kann: Gäste sind immer wieder willkommen in Ravensburg.

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Museum Humpis-Quartier Ravensburg - Außenansicht

Quelle Fotos: Stadt Ravensburg

 

Innenhof des Museums Humpis-Quartier in Ravensburg


Historische Bohlenstube im Museum Humpis-Quartier Ravensburg

Quelle Fotos: Stadt Ravensburg

Foto rechts:  In der Kletterhalle haben Sportler je nach Leistungs- und Altersstufe die Wahl zwischen einer Kinderkletterwand, einem Boulderbereich oder einem großzügigen Schulungs- und Wettkampfbereich.



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